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ZenGarden im chinesischen TV Sportkanal CCTV-5

Der ZenGarden im chinesischen TV, Sportkanal CCTV-5.

 

 

Während ihrer diesjährigen Tai Chi Studienreise im Wu Dang Chan China, wurde der Leiter des ZenGardens zusammen mit anderen ausländischen Gästen beim täglichen Training vom chinesischen TV Sportkanal CCTV-5 beobachtet und schließlich gebeten unter der Leitung ihres Ausbilders, Master Yuan Xiu Gang im daoistischen Kloster „Purpurner Wolkenhimmel“ eine Tai Chi Demonstration vorzuführen.

 

Das TV Team, das sich gerade zu Filmaufnahmen im Kloster befand, war sehr von der Idee angetan, Gäste die in China weilten um ihre TaiChi Kenntnisse zu vertiefen, in einem Beitrag in ihre Filmaufnahmen zu integrieren.

 

Die Aufnahmen gestalteten sich für die Tai Chi-Gruppe und das Drehteam anstrengender als erwartet. Nachdem die eine oder andere Szene mehrmals aus verschiedenen Blickwinkeln wiedergegeben wurde, musste der Schienenstrang auf dem die Kamera fuhr, entsprechend mehrmals umgebaut werden. Die heiße Mittagssonne spendete zu viel Licht, worauf der Boden zu viel reflektierte. Somit mussten mehrere Mitarbeiter des Drehteams den Boden ständig nass halten. Sehr zur Überraschung des Tai Chi Demo-Teams.

 

Nach schweißtreibender Vorstellung, kam dann doch noch alles zu einem guten Ende und das ganze Team wurde zu einem köstlichen chinesischen Essen, das sich doch wohltuend von den chinesischen Restaurants in Deutschland abhebt, ins nahe gelegene Hotel eingeladen.

 

 

Bilder der Dreharbeiten und weitere Infos zum ZenGarden finden Sie unter

 

 

http://myzengarden.de/inhalt_dt/Medien.htm

 

 

China Reise 2008

Der ZenGarden war auf Tai Chi Reise
im Reich der Mitte.

 

Eine Gruppe Tai Chi Entusiasten unter Leitung des ZenGarden Hockenheim, hatte sich aufgemacht um Tai Chi vor Ort und an der Quelle der Entstehung zu studieren.

In einer knapp dreiwöchigen Reise wurden Bejing, die heiligen Wu Dang Berge und schließlich die Kampfkunstakademie am Fuße des Wu Dang Gebirges besucht.

Bejing

Am frühen Morgen in Bejing, der alten Kaiserresidenz angekommen, wurden in einer Stadtrundfahrt die Verbotene Stadt, der Tempel des Himmels und der Sommerpalast im Nordwesten der Stadt besucht. Um die Stadtrundfahrt gestärkt anzugehen, da man ja die Nacht im Flugzeug verbracht hatte, ging es erstmal in eines der typischen kleinen Restaurants auf dem Weg. Spontan wurde am erst Besten eingekehrt, das schon geöffnet hatte. Hier wurde schnell klar das ohne Sprachführer bzw. Sprachzeiger gar nichts geht. Die chinesische Hochsprache Mandarin ist durch die Modulation (4 unterschiedliche Arten der Betonung) entsprechend schwierig und am Anfang trifft man nur mit Glück den richtigen Ton. Deshalb zeigte man im Sprachführer einfach das geschriebene Wort, um Miss-, bzw. Unverständnis auszuschließen. Aber mit Hilfe unserer chinesischen Begleitung war dann doch schnell für jeden etwas heraus gedeutet, von dem man glaubte, es könnte munden. Gewählt wurden recht typische Dinge wie Reissuppe und Bauze. Eine Art Brot die eher wie eine Dampfnudel aussieht oder auch scharf eingelegtes Gemüse mit Tofubrei. Eine eher gewöhnungsbedürftige Speise für uns Deutsche am frühen Morgen.

Danach auf zur Verbotenen Stadt. Wer erinnert sich nicht an die phantastischen Bilder im Film „Der letzte Kaiser von Bertolucci“. Selbst am frühen Morgen hatten sich noch einige andere Touristen versammelt, überwiegend Chinesen. Die Fremdartigkeit der Architektur begeisterte auf Anhieb und konkurrierte mit der Größe und Anordnung der einzelnen Bauten, die ja in sich „nur“ für den Kaiser und Gefolgschaft waren. Einige Zeit und Gebäude später wechselte die Faszination schließlich zu den intensiven Farben wie Rot und Blau, die damals nur dem Kaiser vorbehalten waren.

Danach kurze Verschnaufpause vom Gesehenen und weiter zum Tempel des „Himmels“. Wie die Architektur, so begeisterten auch die Namen der Sehenswürdigkeiten und die intensiven kaiserlichen Farben, die am Nachmittagshimmel wie in einem Spiel mit den Farben der Wolken zu konkurrieren schienen.

Weiter ging es zum Sommerpalast der alten Kaiser. Während der Fahrt, die uns zum Nordwesten von Bejing brachte, fielen die ersten Köpfe in die Ruheposition. Dort angekommen, erschließt sich unserem Blick der Palast und ein riesiger künstlicher See, auf dem andere Gäste in Drachenbooten, wie zur Zeit des Kaisers, die Seiten des Sees wechseln. Nun wird es Zeit fürs Hotel. Nein, kein 5-Sterne Hotel, sondern eine zum Hotel umgebaute Residenz eines ehemaligen Ministers des Kaisers. Nach einem guten und mehr als verdienten Schlaf wurde die Gruppe mit heißer Reissuppe, Bauze gefüllt mit in Knoblauch gedünsteten Kräutern und Tee zum Frühstück verköstigt.

Zugfahrt

Danach ging es auf zur 23-stündigen Zugreise nach Wu Dang. Im Softsleeper (Weichschlafer) fuhr man heraus aus der 17-Millionen Metropole Bejing. Mit jeder Stunde Fahrt wechselte die Landschaft, von Bergen über Feldern und kleineren Städten. Man konnte einzelne Menschen auf riesigen Feldern arbeiten sehen, ohne das klar wurde wie das zu schaffen sein soll oder gar wo das nächste Dorf eigentlich liegt. Eine Reise in die Vergangenheit. Mitunter Bilder, wie vor ein paar hundert Jahren. Unglaublich viele Bauern, die noch immer mit der Hand oder einem Wasserbüffel ihr Feld bestellten. Oder kleine Höfe auf denen das einzig Fahrbare ein kleiner Feldtraktor war.

Im Zug wurde man bestens mit Essen und Trinken verpflegt, das beinahe alle 30 Minuten am Abteil vom Personal vorbeigefahren wurde. Heißes Wasser für Tee oder Suppe ist Standard in Chinas Zügen und steht in jedem Waggon unentgeltlich zur Verfügung.

Das Ende der Zugreise und unser Ziel, das Wu Dang Gebirge, kam in Sicht. Am Bahnhof wurden wir vom Fahrer der Kampfkunstakademie abgeholt.

Wir werden vom Leiter der Akademie, Master Yuan Xiu Gang empfangen. Er ist ein daoistischer Meister und in der 15ten Generation des sagenumwobenen Tai Chi Schöpfers Zhang San Feng. Seine Linie geht also zurück bis zum 14 Jahrhundert. Er studierte, außer mehreren Arten des Gong Fu, die inneren Arten der Kampfkunst, aber auch daoistische Akkupunktur und Kräuterheilkunde.

Nach einem Willkommen, das herzlicher nicht sein kann (der Leiter des ZenGardens hatte schon in 2004 unter Yuan Shifu seine Tai Chi Studien vertieft), wurden wir umgehend gefragt, ob wir das Nachmittagstraining gleich mitmachen wollten. Da wir uns schon im Zug restlos vom Flug erholt hatten, waren alle von der Idee hell auf begeistert sofort zu starten.

Training

Der Tagesablauf in der Akademie. Geübt wurde am frühen Morgen drei Stunden, danach Mittagessen und ruhen. Am Nachmittag folgten weitere zwei Stunden Training, danach Abendessen. Etwas später dann eine einstündige Meditation. Geübt wurde grundsätzlich im Freien. Bei Regen fand das Training in der Akademie statt. Dies war in fünf Wochen nur einmal der Fall. Die ersten sieben Tage gestalteten sich eher anstrengend, da das ungewohnt intensive Üben für viele doch seinen Tribut in Gestalt von Muskelkater forderte. Der Übungsplatz lag am Fuß des Wu Dang Gebirges in einer der großen Tempelanlagen, wenige Fußminuten von der Akademie entfernt. Für das Ambiente war also gesorgt. Hatte man sich die Form (Ablauf von festgelegten Bewegungen) erarbeitet, übte man selbstvergessen in einer Umgebung, die einen schon manches Mal ermunterte, im Geist ein paar Jahrhunderte zurück zu schweifen.

Tuina (chinesische Massage)

Das gab uns wieder Gelegenheit chinesische Spezialitäten kennen zu lernen. Dieses Mal in Form der „Tuina“. Eine Form der chinesischen Massage, die eine der Hauptsäulen der medizinischen Behandlungen in China darstellt. In der generellen Behandlung tastet bzw. massiert der Therapeut die Meridiane des Patienten und findet so Blockaden, die dann aufgelöst werden. Dieser Prozess war äußerst schmerzhaft, sehr zur Belustigung des Therapeuten, der immerhin zwei Worte englisch verstand: „Pain“, also Schmerz und Relax, was Entspannung heißt.

Damit konnte die Konversation ausreichend bestritten werden. Interessant war, dass die drei Therapeuten, die die Praxis führten, alle blind waren und so eine Profession fanden, in der sie ihre Augen nicht benötigten. Um Problemstellen zu kommunizieren, nahm man einfach die Hand des Therapeuten und legte sie auf die entsprechende Stelle. Nach ein bis zwei Tagen stellte sich dann doch eine erhebliche Verbesserung ein und das Training machte wieder mehr Spaß.

Im Großen und Ganzen konnte man den Tagesablauf so skizzieren: Aufwachen, kurzes Frühstück oder nur Tee, üben, essen, schlafen, üben, essen, meditieren, schlafen.

 

Tagesausflug

Der freie Tag, immer Donnerstags, wurde mit einem Tagesausflug in die herrlichen Wu Dang Berge, die unter Weltkulturerbe der Unesco stehen und etwas über hundert Tempel beherbergen, genutzt. Am großen Eingangstor wurde zu unserer Überraschung eine Eintrittskarte in Form einer kleinen CD überreicht, die ein kurzes Video über die Highlights enthielt.

Mit nagelneuen Bussen wurden wir nach etwa 70-minütiger Fahrt an unserem ersten Ziel, der Sesselbahn, abgesetzt. Diese beförderte uns auf bequemem Weg direkt zum Golden Mountain Top „Ding Chin“ der Goldene Tempel, etwa um 1416 erbaut. Großes Staunen machte sich breit, als man die Ausmaße der Tempelanlage über endlos scheinende Treppen nach oben erwandert hatte. Im Stillen fragte sich wohl jeder, welche Mühen und wie viele Leben mag das Erbauen einer der wichtigsten Heiligtümer des Wu Dang Gebirges gekostet haben? Nach den obligatorischen Erinnerungsbildern ging es wieder zurück.

Auf dem Fußweg liefen wir jetzt über nicht endend wollende Treppen fast drei Stunden durch den Wald. Der Weg gesäumt mit zahllosen Heiligtümern, kleineren oder größeren Ausmaßen zu Ehren der Götter oder auch verehrten daoistischen Meistern, die nach lokalem Ermessen weit fortgeschritten waren in ihrer spirituellen Eigenentwicklung.

In NiYang angekommen war schon der Blick auf die Gedenkstätte atemberaubend. Die Tempelanlage, noch immer nahezu vollständig aus Holz besteht, scheint wie an die Felswand geklebt zu sein. Sie wurde zu Ehren von Jen Wu, dem unsterblichen Krieger erbaut. Der war hier, der Geschichte nach, einer jungen Prinzessin, die sich in die Tiefe stürzte, nach gesprungen. Schließlich hatte er sie gerettet und der Sprung hatte ihn selbst unsterblich gemacht.

Das letzte Highlight des Tages war der Tempel zum „purpurnen Wolkenhimmel“, der gleichzeitig auch ein daoistisches Kloster beherbergt. Nach all dem zuvor Gesehenen, waren es nicht so sher die Gebäude, sondern die harmonische Energie, die hier geradezu fühlbar wurde und einen zu Umhüllen schien.

Zum Abschluss des Tagestrips war wohl jeder froh, in den bereitstehenden Bus einsteigen zu können, um sich die letzte Stunde des Weges zum Ausgang fahren zu lassen.

Rechtzeitig zum Abendessen in der Akademie zurück, hatte wohl jeder realisiert, dass das kein freier Tag, sondern wohl eher ein weiterer Übungstag war.

Training zu später Stunde

Eine besondere Art des Tai Chi Übens wurde zwei mal von Yuan Shifu, dem Leiter der Akademie, verordnet. Zu später Stunde mit dem Beginn der Dämmerung startete eine weitere zweistündige Einheit. Nach kurzer Zeit, in nahezu völliger Dunkelheit wurde in mehreren Durchläufen die Tai Chi Form geübt. Die Überraschung war groß, das manche Stellen, die hohe Anforderungen an das Gleichgewicht stellten, nicht so gut gemeistert wurden. Die Dunkelheit stellte hohe Anforderungen. Nach jedem Durchlauf wurde immer wieder längeres Stillstehen oder eine alte QiGong Eisenhemd-Übung „den Baum halten“ oder „Mabu“ (im Pferdesitz) den Baum halten geübt. Das Verharren in einer Position, dass die Sinne, die Körperstruktur und den inneren Energiefluss stärkt, zentriert einen gänzlich auf sich selbst.

Heimreise

Die Tage des beständigen Übens und die Zeit, die man mit sich selbst verbringt, birgt eine besondere Erfahrung. Es gibt keine Unterhaltungs-, oder Störquelle wie TV oder Radio. Ich nenne sie „Die Stille des Geistes“. Nur noch ganz wenige Gedanken gehen uns durch den Sinn. Körper und Geist werden in angenehmer Weise zurückgenommen und reduziert auf sich selbst. Das gibt eine Kraft, aus der man schöpfen kann. Sie schärft den eigenen Focus auf die Dinge, die das Leben nicht oder nur in sehr geringem Umfang braucht.

Die Zeit verflog geradezu im Nu und man stand wieder am Bahnhof. Wir nahmen wieder im komfortablen „Weichschläfer“ Platz und ließen uns wieder etwas verwöhnen. Man reiste der Zeit wieder entgegen, nahm das recht beschäftigte Bejing (Peking) wieder an und wunderte sich, das mit einem Mal, selbst das fremdartige einem ein bisschen vertraut zu sein schien. Air China tat ein Übriges und Frankfurt, ja sogar Hockenheim hatte uns wieder. Was wir nächstes Jahr machen? Alle Teilnehmer sind sich einig: „Wu Dang Chan“, zum Palast des purpurnen Wolkenhimmels!

Quelle und © Ralf Peekel ZenGarden Hockenheim im Juni 2008

TaiChi Ärtzteblatt Blutkrankheiten

ZenGarden Ralf Peekel, Schubert Str. 6 - Tel.: Hockenheim: 06205 - 18 96 17
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Artikel aus dem deutschen Ärtzeblatt Copyright © 1997-2007 by Ärzte Zeitung

Tai Chi ist auch gut fürs Blut
Studie aus Taiwan / Bessere Durchblutung bei Älteren
TAIPEI (ug). Tai Chi, das chinesische Bewegungssystem mit besonders langsamen, konzentrierten Bewegungen, kann bei alten Menschen die Durchblutung verbessern. Das haben Dr. Jong-Shyan Wang und seine Kollegen aus Taiwan in einer Studie mit gesunden älteren Männern nachgewiesen (Arch Phys Med Rehabil 82, 2001, 1176).
Die Probanden waren zehn Männer im Alter von durchschnittlich 69 Jahren, die seit etwa elf Jahren Tai Chi praktizieren, und zwar mindestens dreimal pro Woche, je knapp eine Stunde lang.
Kontrollgruppe waren zehn gleichaltrige Männer. Bei allen wurden Blutgasanalysen vor und nach einem Test auf dem Fahrradergometer gemacht. Blutdruck, Blutfluß in der Haut und
Hauttemperatur wurden ebenfalls gemessen.
Die Ergebnisse: Bei den Männern der Tai-Chi-Gruppe lag der VO2-Wert um 34 Prozent über dem Wert der Kontrollgruppe, bei ihnen war also der Sauerstofftransport sehr viel besser. Sie hatten außerdem vor und nach dem Ergometertest eine höhere Hauttemperatur. Und nach der Belastung waren die Stickstoff-Werte im Blut höher. Alles deutet also darauf hin, daß die Durchblutung der Haut bei der Tai-Chi-Gruppe besser war. Wang: “Tai Chi kann für Ältere als eine geeignete Aerobic-Übung empfohlen werden.”

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