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QiGong Ärtzeblatt Astma Bluthochdruck

Dieser Eintrag stammt von info Am 12.4.2007 @ 12:02 In QiGong | Keine Kommentare

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Artikel aus dem deutschen Ärtzeblatt Copyright © 1997-2007 by Ärzte Zeitung


Regelmäßiges Qigong verbessert Lungenfunktion bei Asthma
Chinesische Entspannungsübungen haben sich bei psychosomatisch mitgeprägten
Erkrankungen in ersten Studien bewährt (Astma, Bluthochdruck, Stress).
FREUDENSTADT (BA). Die Verbreitung des autogenen Trainings ist ein Indiz dafür, wie
empfänglich die gestreßte Leistungsgesellschaft für Entspannungsübungen ist. Ein ähnlicher
Boom bahnt sich jetzt für eine Lehre zur Sammlung der Lebenskraft an: Qigong. Der
Nutzen dieser Entspannungsmethode konnte bereits in Studien belegt werden.
Qigong ist ein Sammelbegriff für Entspannungs- und Bewegungsmethoden, die sich mit der Lebenskraft, dem chinesischen Qi, befassen. In diese Übungen werden Atemregulation,
harmonische Bewegungen sowie die Konzentration auf das Innere des Körpers, die Körpermitte, miteinbezogen.

Ein wesentlicher Anspruch von Qigong ist die Harmonisierung von Körper, Geist
und Atem, erläuterte Dr. Ingrid Reuther aus Grafschaft-Karweiler beim 100. Kongreß des
Zentralverbandes der Ärzte für Naturheilverfahren in Freudenstadt.
Erste Studien belegen deutliche Erfolgsraten bei psychosomatisch mitgeprägten Erkrankungen wie Asthma oder Bluthochdruck. So wurde in einer chinesischen Verlaufsbeobachtung an 244 Hypertonikern über 20 Jahre eine Schlaganfallrate von 18 Prozent bei Patienten, die regelmäßig Qigong ausübten, gefunden.
Die Kontrollgruppe aus 312 Patienten, die sich keinen Entspannungsübungen unterzog, habe dagegen eine 41prozentige Apoplexrate aufgewiesen, so Reuther. Beide Risikogruppen seien medikamentös ähnlich eingestellt gewesen.
Wichtig sei allerdings, die Übungen regelmäßig auszuführen, wie eine Subgruppenanalyse der Qigongpatienten belege, betonte die ausgebildete Anästhesistin. So wiesen diejenigen, die häufig die Übungen anwandten, nur eine 11,2 prozentige Mortalität auf. Bei den Patienten, die nur gelegentlich ihre Übungen machten, lag die Mortalitätsrate dagegen bei 29 Prozent.
Auch Asthmapatienten profitieren von der fernöstlichen Entspannungsmethode. In einer
Untersuchung der Universität Witten-Herdecke mit 30 Asthmatikern belegte Reuther, daß die Patienten nach achtwöchigem Qigong-Kurs und einer anschließenden achtwöchigen
Eigenübungsphase ihren Ausgangs-Peak-Flow im Schnitt um 10 Prozent verbesserten. Gleichzeitig konnten sie ihren Bedarf an Medikamenten reduzieren.
Auch hier verbesserten sich respiratorisch vor allem die Patienten, die in der achtwöchigen
Eigenübungsphase intensiv Qigong praktizierten, betonte Reuther.


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